Santanyi ...

... ist sowohl der Name einer der 53. Gemeinden als auch Name der Stadt im Südosten Mallorcas. Die Region Santanyí grenzt an die Gemeinden Campos , Ses Salines und Felanix. Zum Gemeindegebiet gehört ein 35 Kilometer langer Küstenstreifen zu dem auch das Cap ses Salines zählt, das den südlichsten Punkt der Insel markiert. Die höchsten Erhebungen der Region sind der Puig Gros (271 m) sowie der Pena Bosca (280 m). Der Gemeindebezirk Santanyí hat eine Fläche von ca. 124 km² und zählt aktuelle knapp 12.000 Einwohner. Die Amtssprachen sind sowohl Katalan als auch Kastiliano. Zum Gemeindebezirk gehören die Ortschaften Santanyí (Stadt), s’ Alqueria Blanca, Cala Santanyí, Calonge, es Llombards, Cala Llombards, Son Moja, Cala Figuera, Portopetro, Cala d`Or und Cap des Moro. Der Name Santanyí entstammt vermutlich dem lateinischen Sanctus Agnus („Heiliges Lamm“). Das Lamm findet sich auch heute noch im Wappen der Gemeinde. Erstmalig erwähnt wurde die Region unter dem Namen „Sancti Aini“ um 1236. Küstenabschnitt und Stadt wurden während des Mittelalters immer wieder Schauplatz blutiger Piratenüberfälle. Der in den 1960er Jahren einsetzende Tourismus machte Santanyí, zu einer der reichsten Gemeinden Europas. Der Aufschwung ist neben dem Tourismus vor allem noch dem Immobilien- und Bausektor geschuldet. Da sich bis heute im Gemeindegebiet Santanyí keine größere Industrie findet und auch auf Bettenburgen weitgehend verzichtet wurde, zeichnet sich die Region vor allem durch Ursprünglichkeit und Natürlichkeit aus. Nur ein Beispiel für die perfekt erhalten Natur ist der Naturpark Mondrago. Auch die klimatischen Bedingungen sind für einen Urlaub perfekt. Santanyí gehört zu einer der trockensten Regionen Mallorcas. Mit seinem subtropischen Klima, kurzen Wintern, heißen Sommern und durchschnittlich 300 Sonnentagen lässt sich hier die Insel von ihrer schönsten Seite genießen.

Santanyí - Stadt, liegt nur wenige Kilometer von der Küste entfernt und zählt aktuell ca. 3.300 Einwohner. Am kleinen Hauptplatz Placa Major befindet sich die Kirche Sant Andreu aus dem 18 Jh. Die Kirche ist im Besitz der ehrwürdigen Orgel aus dem Konvent Santo Domingo in Palma. Sie wurde von Jordi Bosch erbaut, der vermutlich der bedeutendste Orgelbauer Spaniens war. Daneben erhebt sich die Capilla de Roser, die noch aus dem 13 Jh. Stammt. Etwas nördlich bildet das Tor Porta Murada den letzten Rest der einstigen Stadtbefestigung, (incl. Gefängnis). Mittwochs und samstags findet hier jeweils der Wochenmarkt statt.